Hauke Weber fertigte einen hölzernen Renaissance-Hengst

Tümlauer-Koog. Ein Hauch von Leonardo da Vinci schwebt über der reetgedeckten Werkstatt von Hauke Weber. Und doch unterscheidet sich die Arbeit des Zimmermanns aus dem Tümlauer-Koog deutlich vom dem des italienischen Universal-Genies (1452-1519). Da Vinci nämlich vollendete nie seine Reiterstudie, die als Vorlage für ein lebensgroßes Holzpferd gilt, dass der 74-jährige Eiderstedter vor Jahren fertigte – jetzt vollendete er eine Mini-Version. Eher klein und handlich präsentiert sich der Renaissance-Hengst in der Gartenlaube. Kraftvoll und anmutig ist er einem verleimten
Lindenholzklotz entsprungen, so scheint es. Während der Betrachter nahezu sprachlos vor der hölzernen Plastik steht, wischt Hauke Weber dem Pferd mit einer Handbewegung den Staub von der Mähne. Für den gebürtigen Tönninger und passionierten Schnitzer ist das, was er mit Kettensäge
und Stechbeitel herstellt, eher Handwerk, denn Kunst. Oft orientiert er sich an Werken großer Künstler wie Ernst Barlach und Co. und hat zahlreiche
Auftragsarbeiten für einen Hamburger Privatsammler gefertigt. Doch stets steht die Freude und Spaß am Tun im Vordergrund. Nächstes Projekt ist ein hölzerner Rossbändiger, den nämlich wünscht sich Tochter Wiebke Weber schon lange. bee

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Tönning
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Eider-Kurier (Redaktion)

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