In St. Peter-Ording entsteht ein neuer Familientreff

Ministerpräsident Daniel Günther übergibt Förderbescheid 

Direkt am Deich, auf der Höhe der DRK Nordsee Reha-Klinik Goldene Schlüssel wird seit April ein weiteres großes Projekt in St. Peter-Ording gebaut. Nach Abschluss der Arbeiten an der Naturerlebnis-Promenade, begannen Anfang April 2021 die Bauarbeiten am Familientreff. „Das ganze Team ist hoch motiviert und freut sich, dass die Bauphase begonnen hat“, sagt Nils Koch, Technischer Leiter der Tourismus-Zentrale.

Ministerpräsident Daniel Günther übergab offiziell den Zuwendungsbescheid in Höhe von 7,6 Mio. Euro an Fördergeldern für den Bau des generationsübergreifenden Projektes an die Gemeinde St. Peter-Ording, vertreten durch Bürgermeister Jürgen Ritter, Bürgervorsteher Boy Jöns und Tourismus-Direktorin Katharina Schirmbeck.

Der Familientreff setzt den Endpunkt der neuen Naturerlebnis-Promenade, die sich am Deich entlang erstreckt und immer wieder Bezug auf den Nationalpark Wattenmeer nimmt. Zum Beispiel mit naturnahen Rastplätzen, Liegewiesen und Aussichtsplattformen sowie mit einem Biotop in der Nähe des Familientreffs. Höhepunkte bilden fünf verschiedene Themenspielplätze zu beiden Seiten des Hauptwegs, welche die Big Five (Seeadler, Seehund, Schweinswal, Kegelrobbe und Stör) des Wattenmeers integrieren. Zudem steht auf der Naturerlebnis-Promenade ein Fitness-Parcours mit 18 Outdoor-Geräten für Erwachsene bereit.

Mehrstöckiger Pfahlbau mit spektakulärer Architektur

Mit dem Familientreff entsteht erstmals ein Pfahlbau hinter der Deichlinie. Wie die Wahrzeichen St. Peter-Ordings am Strand wird er auf hohen Stelzen ruhen, seine erste Plattform befindet sich auf Höhe der Deichkrone mit direktem Zugang zum dortigen Fußweg. Doch er unterscheidet sich deutlich von den Kollegen im Sand: durch seine Architektur mit kubenförmigen Elementen, durch seine Höhe und durch seine vielen Glaselemente. Für den modernen Pfahlbau im Ortsteil Bad sind vier Stockwerke geplant – barrierefrei mit Aufzug.

Vielseitiges „Innenleben“

Der Familientreff ist als Haus für alle Generationen konzipiert. Im Erdgeschoss und im Außenbereich sind Spielgeräte und -flächen sowie eine Skateanlage geplant. Auf der zweiten und dritten Ebene des Familientreffs wird das Kinderspielhaus eine neue Heimat finden, das sein bisheriges Domizil im Ortsteil Dorf dann verlässt. Ab Spätsommer 2022 werden hier die beliebten Veranstaltungsprogramme für die jüngsten Familienmitglieder stattfinden. Eine Koch- und Backinsel, kleine Ruhebereiche sowie eine große Auswahl an Kletter- und Tobgelegenheiten bieten viele Möglichkeiten für eine abwechslungsreiche Zeit mit der ganzen Familie. Darüber hinaus entsteht ein interaktives digitales Labor für Jugendliche und Erwachsene und auch ein gastronomisches Angebot wird im Pfahlbau seinen Platz finden.

Auf allen Ebenen können Besucher die Aussicht auf Salzwiesen, Strand und Nordsee genießen – von den Plattformen aus, aber oft auch durch Panoramascheiben von innen. Am weitesten, auch über Eiderstedt, reicht der Blick von der Aussichtsplattform in der vierten Etage.

Familientreff: Daten und Fakten

Die Konstruktion besteht aus ca. 80 Prozent sibirischer Lärche und verschieden dimensionierten Holzbauelementen. Für die Aussteifung wird aus statischer Sicht ein komplexes System aus einem Stahlbetonkern (Treppenhaus) und verschiedenen Aussteifungselementen gewählt. In Anlehnung an die Pfahlbauten am Strand wurde bewusst aufgrund der Nachhaltigkeit und der Optik der nachwachsende Rohstoff „Holz“ ausgewählt. Für die Transparenz und den Blick über mehrere Stockwerke in die Salzwiesen wurden große Fensterfronten ausgesucht, die dem Gebäude eine gewisse Leichtigkeit geben. Auf einer Gesamtfläche von ca. 3.600 Quadratmetern mit außenliegenden Spiel- und Sportanlagen wird ein filigraner Holzbaukörper mit kubusförmigen Elementen mit verschiedenen Funktionen entstehen. Die Gesamthöhe mit der außenliegenden Rutschenanlage  beträgt 20,60 Meter.

Die Bauzeit ist von April 2021 bis Spätsommer 2022 geplant. Das Investitionsvolumen beträgt rund 9,5 Mio. Euro.

Das Foto zeigt Bürgervorsteher Boy Jöns, Bürgermeister Jürgen Ritter, Tourismus-Direktorin Katharina Schirmbeck und Ministerpräsident Daniel Günther (v. l.)

Quelle/Foto: TZ SPO