St. Peter-Ording. Die freiwillige Feuerwehr St. Peter-Ording kann zukünftig bei Verkehrsunfällen noch schneller eingeklemmte Personen befreien. Sie verfügt über ein hydraulisches Kombigerät, das Schere und Spreizer in sich vereint und durch sein geringeres Gewicht auch handlicher ist. Damit könne viel leichter in den Innenräumen der Autos gearbeitet werden – und somit schonender für Verletzte, erläuterten Gemeindewehrführer Klaus Norbert Bies und sein Stellvertreter Torsten Thomsen die Vorteile dieses Gerätes. Die beiden Hauptbrandmeister nahmen es jetzt im Feuerwehrhaus in St. Peter-Ording aus den Händen von Jürgen Bienek (Osterhever), dem stellvertretenden Obermeister der Kfz-Innung Nordfriesland, in Empfang. Die Innung spendete nämlich einen stattlichen Betrag zur Kofinanzierung des 3500 Euro teuren Werkzeugs und von zwei Hebekissen, die mit Druckluft befüllt werden, um damit Lasten anheben zu können.

 

Kunden der Autohäuser im Kreisgebiet kennen das schon: Zu jeder Adventszeit weisen Plakate darauf hin, dass die Betriebe der von Obermeister Peter Kaim (Leck) geführten Innung auf die sonst üblichen Geschenke verzichten und stattdessen teils stattliche Beträge für gemeinsame Aktionen spenden, die letztlich die Verkehrssicherheit in Nordfriesland steigern. „Damit ist der Bezug zu den Experten in den Werkstätten unserer Innungsbetriebe hergestellt, die sich tagtäglich dafür einsetzen, dass alle heil an ihre Ziele kommen“, beschrieb Jürgen Bienek den Gedanken, der hinter der Weihnachtsaktion der Kfz-Innung steckt.

 

Nach Auskunft von Lutz Martensen, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Nordfriesland-Süd, unter deren Dach die Kfz-Innung ihren Sitz hat, tragen seit 1972 die Kunden diesen Verzicht auf Weihnachtsgeschenke mit und erleben, wie die Betriebe durch ihre Spenden Projekte von Hilfsorganisationen, Vereinen und öffentlichen Einrichtungen in mittlerweile sechsstelliger Höhe gefördert haben. Im Vorjahr wurden sogar sämtliche ABC-Schützen im Kreisgebiet mit pink- und hellblauen Mützen beschenkt, ebenfalls mit dem Ziel, dass sie im Straßenverkehr gut sichtbar sind. Allein diese Aktion nahm eine fünfstellige Dimension an.

 

Im Verlauf der Jahre flossen Spenden beispielsweise in einen Krankentransportwagen des DRK in Südtondern, in einen Kleinbus des Kreissportverbandes, in ein Motorboot für das THW Friedrichstadt, an die Kreisverkehrswacht oder auch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sowie an viele Feuerwehren und Kindergärten, um nur ein paar Beispiele aus der inzwischen 45-jährigen Erfolgsgeschichte zu nennen.

 

Auf dem Bild  bei der Übergabe der Spenden zu sehen (v. l.): Torsten Thomsen, Jürgen Bienek und Klaus Norbert Bies.

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Eider-Kurier (Redaktion)

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