Genau 100 Jahre ist es her, dass die Frauen in Deutschland das Recht erhielten, wählen zu dürfen. Anlässlich dieses Jubiläums zeigten die Stadtbücherei Tönning, das Modellvorhaben „Land (auf) Schwung“ und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt den Film „Die göttliche Ordnung“ bei einem Filmabend in der Bücherei.

Noch wesentlich später als Deutschland führte die Schweiz das Frauenwahlrecht ein. Dort dürfen Frauen erst seit dem Jahr 1971 wählen und sich selber zur Wahl aufstellen lassen. Insbesondere in den ländlichen Regionen herrschte damals noch die Meinung, Emanzipation sei ein Fluch, eine Sünde der Natur und schlichtweg gegen die göttliche Ordnung.

Der Film über den mühsamen Kampf der Frauen in Appenzell wurde mit dem Schweizer Filmpreis für das Beste Drehbuch, sowie Beste Hauptdarstellerin und Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet und begeisterte auch die Tönninger Zuschauer.

„Angesichts der teilweise rückschrittlichen und fundamentalistischen Entwicklungen in unserem Land und auf der ganzen Welt müssen wir uns immer wieder bewusst machen, dass unsere Rechte und Freiheiten keine Selbstverständlichkeiten sind“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Elena Adam. „Wir müssen immer wieder aufs Neue etwas dafür tun.“

Quelle: Foto/Text: Stadt Tönning

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Eider-Kurier (Redaktion)

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