Naturschützer bitten um Rücksichtnahme

Die ersten Rotschenkel und Kiebitze beziehen in diesen Tagen ihre Brutreviere im Nationalpark Wattenmeer. Damit sie ungestört ihre Jungen großziehen können, haben Teams der Schutzstation Wattenmeer bereits im März die Winterschäden an den Beschilderungen wichtiger Vogelbrutgebiete ausgebessert. Für die später brütenden Arten bauen die Freiwilligen jetzt die flexiblen Schutzzonen vor St. Peter-Ording auf. Hier verlagern sich die Vordünen sowie die Sandbänke und mit ihnen die Brutplätze von Seeschwalben oder Sand- und Seeregenpfeifer so häufig, dass die Schutzzonen jedes Jahr neu abgegrenzt werden müssen.

„Regenpfeifer, Austernfischer oder Seeschwalben legen ihre Eier oft einfach in kleine Kuhlen im Muschelsand“, erläutert der Biologe Rainer Schulz von der Schutzstation Wattenmeer. „Mit ihrer Sprenkelung sind sie dann so gut getarnt, dass Wanderer sie leicht zertreten können.“ Auch häufige Störungen des Brutgeschäfts könnten dazu führen, dass Gelege verlassen werden.

Daher bittet die Schutzstation Wattenmeer Wanderer und Badegäste, die mit gelben Schildern gekennzeichneten „Brut- und Rastgebiete“ nicht zu betreten. Das ist nicht nur für die Vögel von Vorteil. „Wenn sich die Menschen an die Regelungen halten, gewöhnen sich die Vögel schnell daran“, sagt Schulz. Deshalb seien die Tiere dann vom Weg aus besser zu beobachten als beim Betreten der Brutgebiete.

Wer mehr über die im Frühjahr besonders vielfältige Vogelwelt erfahren möchte, kann an den vogelkundlichen Führungen teilnehmen, die an vielen Küstenorten angeboten werden.

Termine und weitere Infos:
http://www.schutzstation-wattenmeer.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender/

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