Dass gut 60 Gäste der Einladung des Tennisclubs Witzwort e.V. gefolgt waren, hatte der Verein der Idee zweier Mütter, Frauke Tiemon-Wienholdt und Marita Bernhardt, zu verdanken.

„Wäre es nicht eine Bereicherung bzw. eine positive Bewegung für unser Dorf Tennis zu spielen?“ fragten die beiden sich im Sommer 1992.

Zu einer Zeit, in der Steffi Graf und Boris Becker Erfolge feierten und Deutschland ins Tennisfieber versetzten, engagierten sich Witzworter für ihr Dorf in einer Zeit, in der immer mehr aus den Gemeinden abgezogen wurde.

 

Durch eine sehr gute Vorbereitung der Gründerversammlung, am 3. Februar 1993, kam es bereits hier schon durch 25 Mitgliedern zur Gründung des Tennisclubs Witzwort. Die Gemeindevertreter und der Bürgermeister wurden eingebunden, die Erfahrungen der umliegenden Tennisvereine abgerufen und die Kostenfrage erörtert.

 

Der Bau von zwei Plätzen kostete 100.000,00 DM. Diese Summe konnte von Einzelpersonen nicht geleistet werden. Alle möglichen Finanzquellen wurden ausgelotet. Nur gemeinsam mit der Gemeinde war dieses Projekt zu realisieren. Der Bürgermeister Willi Behrendt begrüßte die Initiative der Bürger sehr und erkannte die Attraktivitätssteigerung für Witzwort.

Interessiert folgen die zahlreichen Gäste den launigen Reden

Interessiert folgen die zahlreichen Gäste den launigen Reden

Bis zum ersten Spatenstich wurde die Geduld der Bürger jedoch stark gefordert. Diesen konnte der Tennisclub Witzwort e.V. am 1. August 1994 tätigen. Bereits vier Wochen später konnten die ersten Bälle von dem damaligen 1. Vorsitzenden Dietmar Wienholdt und dem Bürgermeister Willi Behrendt auf den fertiggestellten Plätzen gespielt werden.

 

Es folgten in den nächsten Jahren viele Ballüberquerungen und schöne Stunden auf und neben den Plätzen in den darauffolgenden Jahren ohne Lärmbelästigung der Anwohner. Selbst die weiße Wäsche kann in Nachbarsgarten hängen ohne vom roten Sand bepudert zu werden.

 

Gefeiert wurde aus diesem Anlass an gleicher Stelle wie bei der Gründung im Gasthof Rathje in Witzwort — diesmal mit leckerem Grünkohlessen. Neben Berendt und Wienholdt trugen auch viele Vertreter der benachbarten Tennisvereine und ortsansässiger Vereine ihre Grußworte vor.  Für einen weiteren Höhepunkt neben den lebhaften Reden sorgte die musikalische Untermalung des Abends durch die Gruppe Klangmeer.

 

Geduldig warten auch heute die Mitglieder auf die ersten warmen Tage, um die Plätze aus dem Winterschlaf zu holen. Bis es wieder heißt „Spiel, Satz und Sieg“ beim Eröffnungswochenende Ende April, den Punktspielen und Mixed-Turnieren auf den Tennisplätzen in Witzwort.

 

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Tönning
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Eider-Kurier (Redaktion)

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