Wenn es draußen kälter und ungemütlicher wird, braucht die Seele und das
Auge besonders gute „Nahrung“, um sich wohlzufühlen. Kuschelig muss es
Zuhause sein oder „hyggelig“, wie die Nachbarn aus Dänemark sagen und was
mit „gemütlich“ eigentlich nicht ausreichend übersetzt ist.
„Ich liebe dieses Wort“, sagt Inhaberin Birgitt Vergin. „Man möchte dabei
doch fast schon jemanden umarmen.“ Sie lacht und da kommt diese Freude
durch, Gefühle durch ihre Arbeit als Floristin auszudrücken. „Ich durfte bei
den besten Leuten lernen, angefangen in der Ausbildung, aber auch danach in
der Schweiz, in Stuttgart, Berlin, Hamburg oder Uetersen“, sagt sie dankbar.
Das hat sie geprägt und ihr die handwerklichen Fähigkeiten vermittelt, die
dieser Beruf dringend braucht. Dazu kommen noch das kreative Gen, das in der
Familie liegt, und dieses Gespür, die Kunden dort abzuholen, wo sie sich
emotional befinden.
„Da gibt es gerade das Gespräch mit dem Brautpaar, das vom Brautstrauß bis
zur Stranddeko, alles bei uns bestellen möchte und fünf Minuten später
eines, wo wir uns über einen Trauerfall unterhalten. Jeder Kunde ist
einzigartig und unser Bestreben ist es, immer genau das richtige zu
treffen.“ Das macht den Beruf nicht einfach, aber so besonders. Etwas, was
die Chefin nicht missen möchte, auch, wenn es gerade in der Saison durch
erweiterte Öffnungszeiten schon mal sehr anstrengend ist.

Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen Jennifer Widderich, die 1998 dort ihre
Ausbildung begann und gleich geblieben ist, mit Sandra Schlüter und Carmen
Rahn, erfüllt Birgitt Vergin alle Wünsche, die man an ein
Fünf-Sterne-Floristik-Fachgeschäft stellen kann. Ob es nun ein kleines
Mitbring-Sträußchen ist oder ein großer, kunstvoller Geburtstagsstrauß – der
Ideenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Daher hat die Chefin auch keine
eigene Lieblingsblume. „Ich finde alle schön auf ihre Art.“

Dazu kommen die vielen Ideen, mit denen ein Heim noch gemütlicher – eben
hyggeliger – werden kann.
„Hier steht nichts, was ich nicht selbst mag und bei Messen gehe ich bei der
Auswahl oft nach meinem Gefühl.“ Im Trend, so sagt sie, werden zu
Weihnachten gerade die Farben Gold, Smaragdtürkis und Rosé ganz stark im
Kommen sein. Die werden sicher auch zur Adventsausstellung am 25. und 26.
November, jeweils von 10 bis 17 Uhr, einen breiten Raum einnehmen.
„Es ist das 20. Mal, dass wir diese Ausstellung haben und wir freuen uns
schon sehr darauf und auf viele Besucher. Die Nachbargeschäfte beteiligen
sich ebenfalls an diesem Wochenende und es wird eine runde Sache für die
ganze Familie im Ortsteil Dorf.“

Die Firmengeschichte der Familie Crantz reicht zwar noch sehr viel weiter
zurück, schließlich ist Birgitt Vergin schon die fünfte Generation. Ihre
Eltern Volker und Heidi Crantz waren es jedoch, die vor 20 Jahren zum
Standort Dorfstraße 13 wechselten. 2011 nahm sie dann die Geschicke in ihre
Hand. Zu den Kunden gehören sowohl die Einheimischen als Stammkunden, als
auch in der Saison viele Gäste. Vo allem für Brautpaare gehört Crantz zum
Must have. „Wir statten gut 150 Hochzeiten im Jahr aus“, so die Inhaberin
stolz.
„Ich würde sehr gerne noch eine weitere Mitarbeiterin und gerne wieder eine
Auszubildende einstellen. Die kreative Ader und ein Gespür für Emotionen
sollte man bei uns allerdings unbedingt haben. Floristik ist der schönste
Beruf für mich und das gebe ich gerne an meine Mitarbeiter weiter“, so
Birgitt Vergin abschließend.

Crantz-Floristik ist telefonisch unter 04863/5304 zu erreichen und im
Internet auf www.facebook.com/pg/CrantzFloristik zu finden. peb

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