Die „Stau-Managerinnen“ der ZNA: Wie das WKK die Notaufnahme optimiert
Wenn ein Rettungswagen nach dem anderen vorfährt, ist Überblick gefragt. Julia Achtmann und Lisa Tödter überwachen als neue Flow-Managerinnen die Patientenströme in den Westküstenkliniken. Sie halten den direkten Draht zu den Stationen und entlasten so das Pflege- und Ärzteteam von organisatorischen Aufgaben.
Julia Achtmann und Lisa Tödter arbeiten als Flow-Managerinnen im Westküstenklinikum. | Foto: WKK Heide
In der Zentralen Notaufnahme (ZNA) in Heide gleicht die Arbeit oft einer Autobahn zur Rushhour: Unvorhergesehene Ereignisse können schnell zu Überlastungen führen. Um diesen „Stau“ zu vermeiden, setzen die Westküstenkliniken seit Jahresbeginn auf zwei spezialisierte Flow-Managerinnen. Julia Achtmann und Lisa Tödter, beide gelernte Medizinische Fachangestellte, steuern seitdem die Patientenströme.
Überblick in Spitzenzeiten im Westküstenklinikum
Ihre Aufgabe ist es, den Überblick zu behalten, wenn es in der ZNA hektisch wird. „Wir überwachen, wer eingeliefert wird und wer entlassen oder auf Station übernommen werden kann“, erklärt Lisa Tödter. Stockt der Prozess, haken die Managerinnen nach und koordinieren Verlegungen. Damit entlasten sie das Personal in der direkten Versorgung. „Wer sich um Patienten kümmert, soll sich darauf konzentrieren können und sich nicht mit organisatorischen Fragen plagen müssen“, betont Pflegedienstleiterin Manuela Eichert.
Mitarbeiter des WKK entlastet
Auch Chefarzt Dr. Lutz Bartz ist von dem Konzept überzeugt, stellt aber klar, dass die Priorisierung der Patienten weiterhin nach medizinischer Dringlichkeit erfolgt. Während die Patienten von der Arbeit der Flow-Managerinnen im Wartezimmer oft wenig bemerken, spüren die Mitarbeitenden die Entlastung deutlich.
Aktuell werden die Prozesse zwischen den Abteilungen feinjustiert, mit dem Ziel, die Flow-Manager dauerhaft in der Früh- und Spätschicht einzusetzen.
PM WKK Heide