Polizei stoppt Schächten auf Bauernhof in Nordfriesland
Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb haben Ermittler mehrere Männer beim illegalen Schlachten von Schafen ertappt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen fünf Verdächtige, darunter auch die Hofbetreiber.
(Symbolbild): Ein Streifenwagen der Polizei. | Foto: Ingo Kramarek/Pixabay
Die Staatsanwaltschaft Flensburg ermittelt wegen illegalen Schächtens von Schafen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Kreis Nordfriesland. Grundlage ist eine Anzeige des Veterinäramtes Husum.
Vorausgegangen war ein Hinweis aus der Bevölkerung. Bei einer gemeinsamen Durchsuchung von Veterinäramt und Polizei am 27. Mai 2026 trafen die Beamten mehrere Männer in einem Stall an. Diese enthäuteten ein Tier und töteten ein weiteres durch einen Kehlschnitt. Der Vorgang wurde sofort gestoppt und die Tierkörper beschlagnahmt. Inzwischen vorliegende Ergebnisse des Landeslabors bestätigen, dass die Schafe vor der Schlachtung nicht betäubt wurden. Dies ist nach dem deutschen Tierschutzgesetz zwingend vorgeschrieben.
Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt fünf Männer. Tatverdächtig sind zwei libysche und ein syrischer Staatsangehöriger, welche die Schlachtungen durchgeführt haben sollen. Zudem wird gegen den deutschen Hofleiter und seinen Sohn ermittelt. Sie stehen im Verdacht, von den illegalen Schlachtungen gewusst und diese ermöglicht zu haben.
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Flensburg und der Polizeidirektion Flensburg