KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing

Sonntagsführungen starten in die neue Saison

Tausende Menschen mussten 1944 in Husum-Schwesing Zwangsarbeit leisten. Nun starten die neuen Sonntagsführungen wieder. Nun starten die neuen Sonntagsführungen, um über die unmenschlichen Bedingungen und die Opfer aufzuklären.

Ehrenamtliche Guides führen bis November durch die KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing. | Foto: Philipp Cordts

Ab dem 12. April bietet die KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing wieder regelmäßige Sonntagsführungen an. Bis zum 15. November leiten ehrenamtliche Guides wöchentlich um 15 Uhr Interessierte über das historische Gelände. Treffpunkt für den kostenfreien Rundgang ist das „Haus der Gegenwart“.

Husum-Schwesing: Erinnerung an Zwangsarbeit und Terror

Das Konzentrationslager existierte ab Ende September 1944 für nur wenige Monate. Die Nationalsozialisten verschleppten bis zu 2.500 Menschen aus 13 Nationen dorthin. Die Häftlinge mussten unter widrigsten Bedingungen den sogenannten „Friesenwall“ ausheben. Diese Wehranlage entlang der Nordseeküste erwies sich rasch als militärisch sinnlos. Dennoch bezahlten mindestens 300 Menschen durch Schwerstarbeit, Hunger und Folter mit ihrem Leben, bevor das Lager am 29. Dezember 1944 geräumt wurde.

Freiluft-Ausstellung ohne Anmeldung zugänglich

Seit den 1980er-Jahren erinnert die Gedenkstätte an diese Verbrechen. Im Jahr 2017 kamen eine Außenausstellung und das Seminarhaus auf dem Gelände hinzu. Da die Führungen komplett im Freien stattfinden, empfehlen die Organisatoren wetterfeste Kleidung. Eine vorherige Anmeldung ist für Einzelpersonen nicht erforderlich. Lediglich größere Gruppen werden zur besseren Planung um eine Vorab-Information unter der Telefonnummer 04841 / 89 730 oder per E-Mail an gedenkstaette@nordfriesland.de gebeten.

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