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Tierschutz in Schleswig-Holstein

Aktion in SH: Kostenlose Kastration für Streunerkatzen

Ein landesweiter Fonds soll die unkontrollierte Vermehrung eindämmen. Seit dem 26. Oktober werden in Schleswig-Holstein streunende Katzen kostenlos kastriert. Daran beteiligen sich auch die Gemeinden im Amt Eiderstedt.

Junge Katze mit weißem und getigertem Fell sitzt im hohen Gras und schaut nach links

Eine Katze streift durch hohes Gras. (Symbolbild) | Foto: azees math/unsplash

Das Land Schleswig-Holstein finanziert gemeinsam mit Kommunen und Tierschutzverbänden in diesem Herbst vom 26. Oktober bis spätestens 22. November eine landesweite Kastrationsaktion. Auch die Gemeinden im Amt Eiderstedt nehmen teil.

Streunende Katzen können von Tierschutzvereinen oder Privatpersonen gefangen und bei beteiligten Tierärzten kostenfrei kastriert werden. Die Praxen beteiligen sich an der Aktion, indem sie pro Tier auf 30 Euro ihres Honorars verzichten; die restlichen Behandlungskosten übernehme der Fonds, teilte das Ministerium mit.

Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass Überbringer auf einem Vordruck die Herrenlosigkeit der Katzen bestätigen. Kostenlos kastriert werden nur Tiere, die aus einer teilnehmenden Gemeinde stammen. Nach dem Eingriff müssen sie an ihrem ursprünglichen Fundort wieder ausgesetzt werden. Katzen aus Privathaushalten können nicht über den Aktionsfonds kastriert werden.

Freilebende Katzen sind oft krank, verletzt und auf sich allein gestellt. Mit den Kastrationsaktionen wollen wir verhindern, dass sich ihr Leid von Generation zu Generation fortsetzt.

Cornelia Schmachtenberg, Verbraucherschutzministerin SH

Ziel sei es laut Ministerium, das durch Krankheiten und Nahrungsmangel verursachte Leid der Tiere zu verringern. Eine unkastrierte Katze und ihr Nachwuchs können nach Angaben des Landes binnen eines Jahres bis zu 35 Junge zeugen.

Die Abrechnung erfolgt über einen Fonds der Tierärztekammer Schleswig-Holstein. Das Land Schleswig-Holstein stellt für 2026 insgesamt 110.000 Euro für die Aktionen bereit. Der Deutsche Tierschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein und der Deutsche Tierschutzbund beteiligen sich mit jeweils 10.000 Euro. Hinzu kommen Spenden. Die teilnehmenden Gemeinden übernehmen 50 Prozent der in ihrem Gebiet anfallenden Kastrationskosten.

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