Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vier engagierte Schleswig-Holsteiner mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ministerpräsident Daniel Günther überreichte die Auszeichnungen in Kiel.

Neben Peter Sönnichsen (Wankendorf), Walter Behrens (Handewitt) und Wolfgang Engelmann (Mölln) wurde auch Dieter Wade aus Tönning durch Ministerpräsident Günther geehrt.

Dieter Wade trägt seit mehr als vier Jahrzehnten in der Region Husum maßgeblich zur Inklusion bei. Er war geschäftsführender Gesellschafter der Firma Nissen Elektrobau in Tönning. In den 70er Jahren war die Einbindung von Menschen mit Behinderung in den Produktionsprozess seines Betriebes noch etwas Außergewöhnliches. Heute arbeiten rund 250 Menschen mit Handicap in den Husumer Werkstätten und Werkstätten der Region für sein Unternehmen sowie sechs direkt im Betrieb. Auch bei der Gestaltung der Konstruktionsphasen seiner Produkte berücksichtigt er die individuellen Möglichkeiten der Menschen mit Einschränkungen.

Als stellvertretender Vorsitzender des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste gibt er der regionalen Wirtschaft eine Stimme. Er gehört der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen an und engagiert sich im Deutschen Institut für Normung.

Hintergrund: Der Bundespräsident verleiht den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (“Bundesverdienstkreuz“) in mehreren Stufen. Als besondere Würdigung der Verdienste um das Gemeinwohl zeichnet der Bundespräsident sowohl politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen als auch Verdienste im sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich aus. Auf Anregung aus der Bevölkerung schlägt der Ministerpräsident Kandidaten vor. Die Auszeichnung an Bürger aus Schleswig-Holstein wird in der Regel durch den Ministerpräsidenten überreicht.

Foto: Frank Peter