Bildschöne Aufnahmen

Die Fotografin Daniela Skrzypczak arbeitet an unterschiedlichen Projekten

Fünf Jahre lang lebte und wohnte Daniela Skrzypczak auf der ostfriesischen Insel Langeoog. Sie fotografierte Hochzeiten und Hotels und war als PR- und Marketingberaterin für Hotels in Ostfriesland tätig. Auf der Insel war sie als bunte Fotografin bekannt. Jetzt ist sie nach Nordfriesland gezogen und hat sich ein modernes und doch uriges Fotoatelier in Uelvesbüll eingerichtet. Die 52-Jährige ist auf der ganzen Welt zu Hause. „Irgendwann spürt man, dass die Inselzeit vorbei ist und dann sollte man gehen. Aber in meinem Herzen wird es immer meine Inselheimat bleiben“, sagt Fotografin. Mindestens drei bis vier Monate im Jahr verbringt sie in ihrer Herzensheimat Kenia und Tansania. Sie entwickelt Tourismuskonzepte für ihre Auftraggeber und fotografiert die Lodges und Hotels und die faszinierende Landschaft Afrikas. „Wer einmal dort war, der will da immer wieder hin – oder nie wieder“, schmunzelt die Wahl-Eiderstedterin.

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Daniela Skrypczak. Foto: Sommer

Coronabedingt konnte sie im vergangenen Jahr nicht an ihre Sehnsuchtsorte reisen. Deshalb hat sich die temperamentvolle Fotografin ein neues Projekt überlegt, in dessen Fokus nur für Frauen stehen: Bildschön. „Jede Frau ist eine Persönlichkeit. Jede Frau ist bildschön. Die Schönheit einer Frau hat nichts zu tun mit Aussehen, Alter, Hautfarbe, Kleidergröße oder Status. Es ist die innere Schönheit, die dich als Frau zum Strahlen bringt. Deine Persönlichkeit. Wie du dich bewegst und wie wohl du dich in deinem Körper fühlst. Im Laufe deines Lebens hat sich vielleicht einiges verändert. Du darfst die Formen deines Körpers begrüßen und lieben. Als Fotografin sehe ich die Schönheit in jeder Frau und finde den Blick und die richtige Perspektive. Nach dem Shooting sind die Frauen oft überrascht, weil, so schön wie auf den Fotos haben sie sich selbst noch nicht gesehen. Die Fotos sind unretouchiert, natürlich, sinnlich und bildschön. Die Form des Körpers wird nicht verändert. Die Brust wird nicht größer oder kleiner, der Bauch oder die Beine nicht dünner oder dicker gemacht. Denn ich finde, jede Frau ist so, wie sie ist, vollkommen“, beschreibt die Fotografin ihr Ansinnen. „Interessierte Frauen können gern mit mir in Kontakt treten und wenn die Chemie stimmt, dann fotografiere ich sie gerne. Ich mag es einfach, Menschen glücklich zu machen, und wenn ich dazu beitragen kann, dann macht mich das auch glücklich. Das Einzige, was die Frauen investieren müssen, ist ihre Zeit.”

Mittlerweile erzielt das Projekt Aufmerksamkeit – auch in den sozialen Medien erntet sie Bewunderung für ihre Aufnahmen. Bei Fotowettbewerben wie dem „Siena International Photography Award“ oder dem Schwarz-Weiß-Fotografie-Wettbewerb „Monochrome Award“ zählt sie regelmäßig zu den Finalisten. Und weil es noch so viele bildschöne Frauen auf der ganzen Welt gibt, wird das Fotoprojekt einfach weiterlaufen.

Ein weiteres Projekt: die Herzenspost. „Im vergangenen Jahr habe ich angefangen, Postkarten meiner eigenen Fotografie zu verschicken, an ältere Menschen in Senioreneinrichtungen, die keinen Besuch erhalten konnten. Nach kurzer Zeit schrieben andere Menschen mit, Familien und ganze Dörfer und insgesamt wurden bis Ende 2020 in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen 1.900 Postkarten verschickt.“ Im März hat Daniela Skrzypczak Schülern in Nordfriesland 1.000 ihrer Postkarten zur Verfügung gestellt, die dann ebenfalls an die Senioren geschrieben haben. Daraus ist dann das Projekt „Gesichter des Lebens“ entstanden. „Ich besuche Senioreneinrichtungen und fotografiere die älteren Menschen im Portrait, dabei schenke ich ihnen viel Zeit. Sie bringen das Liebste mit, was sie haben und darüber erzählen sie mir beim Shooting”, so die Fotografin. Ihr Ziel: eine  Wanderausstellung, die Daniela Skrypczak in ganz Deutschland zeigen möchte. Senioreneinrichtungen, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, können sich gerne bei der Fotografin melden. Alle Projekte, die sie umsetzt, generieren keinen Umsatz, sondern sind reine Herzensprojekte. Infos unter demipress.de.

Text: Bärbel Sommer