Drohne hilft Jägern und Feuerwehr

Der Mai ist allgemein der Monat, in dem  landwirtschaftliche Grünflächen zum ersten mal im Jahr gemäht werden. Das Mähen birgt für Ricken mit ihren Rehkitzen eine große Gefahr. Während  das Muttertier flüchtet, verbirgt sich das Jungtier im hohen Gras. In diesem Alter haben sie noch keinen Fluchtinstinkt. So mussten viele Kitze bei Mäharbeiten früher ihr Leben lassen. Eine Drohne mit Wärmebildkamera soll hier helfen. Der Jagdgenossenschaft Garding und Umgebung mit finanzieller Beteiligung der Stadt Garding kauften ein solches Gerät. So kann es auch von der Feuerwehr zur Personensuche oder bei Großfeuereinsätzen genutzt werden.

„Die Suche mit der Drohne auf den zu mähenden Flächen muss bereits früh um 5.00 Uhr morgens beginnen, da dann der Boden noch abgekühlt ist und die Wärmebildkamera die Kitze aufgrund der Körpertemperatur erkennen kann“:  erklärte Hegeringsleiter Knut Hartwig, der sich mit einigen Jagdkolleginnen und Kollegen eingefunden hatten.  Helfer bei der Suche waren auch Kameraden der Gardinger Feuerwehr. WehrführerDennis Kielinski hatte am Tag zurvor bereits die zu mähenden Flächen auf der Steuereinheit der Drohne festgelegt. Dabei kann man auch angeben, wie hoch sie fliegen soll und  in welchen Abständen. Eine weitere Steuereinheit, die von Timo Kier bedient wurde, diente nur zum Zweck der Wärmebildkamera-Überwachung.

Findet man ein Kitz im hohen Gras, wird ein großer Korb über das Tier gestülpt, so dass der Landwirt diesen Punkt umfahren kann oder das Tier wird, ohne es zu berühren, an den Rand des Ackers verbracht. Nachdem die Flächen gemäht sind, wird die Ricke das Jungtier auf jeden Fall wiederfinden und an einen sicheren Ort verbringen.

Übrigens, bis jetzt konnten schon vier Rehkitze so vor dem Tod gerettet werden.

Das Foto zeigt Timo Kier, Ranjet Biermann, Dennis Kielinski, Torben Konz und Christa Müller (v.l.)

Text/Foto: Dörte Hach