Geräuschlos, flott und nachhaltig – so werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) künftig ihre Dienstfahrten unternehmen. Als eine der ersten Landesbehörden schaffte der LKN je zwei E-Autos und E-Bikes an.

„Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, es rechnet sich auch“, ist Gunnar Görrissen überzeugt, der die Beschaffung der Fahrzeuge und Ladestationen im LKN organisierte. „Die Renaults vom Typ Zoe kosten etwa 20.000 Euro. Da die Wartungskosten bei E-Autos etwa 40 Prozent geringer sind als üblich, kalkulieren wir Betriebskosten von 45 Cent pro Kilometer, etwas weniger als bei unseren anderen Fahrzeugen.“

Die Zoes haben eine Reichweite von 170 Kilometern im Sommer und 120 Kilometern im Winter. Dies deckt über 80 Prozent der üblichen Dienstfahrten des LKN ab. Auch Fahrten nach Kiel, beispielsweise ins Umweltministerium, sind möglich. Dort gibt es keine Parkprobleme, wenn die Wagen an einer der standardisierten Ladestationen auftanken. An Schnellladestationen dauert dies eine Stunde, an anderen etwa neun Stunden.

„Zu glauben, der Einsatz von Elektrofahrzeugen sei noch nicht ausgereift, bringt uns nicht voran. Bei diesen guten ökonomischen und technischen Werten wollten wir einfach schon mal mit der E-Mobilität starten. Wer, wenn nicht wir, wann, wenn nicht jetzt“, schmunzelt Oelerich. Er freute sich über die Initiative der Nationalparkverwaltung zur Beschaffung der E-Autos und über die fachliche Beratung durch Gunnar Thöle, den Klimaschutzmanager des Kreises Nordfriesland.

Die Landesregierung unterstützt in ihrer Landesstrategie Elektromobilität die Weiterentwicklung der Elektromobilität im Lande als umweltfreundliches und nachhaltiges Mobilitätskonzept der Zukunft. Nach den Zielen der Bundesregierung sollen bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Noch ist ihr Anteil allerdings verschwindend. In diesem Jahr lag er bei 0,34 Prozent der Neuzulassungen. In Schleswig-Holstein wurden im vergangenen Jahr etwa 300 E-Autos zugelassen, die meisten in Nordfriesland. Dort stehen über 50 Ladestationen für sie bereit. (PM)

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