Heimart, Wittendüner Allee 30 – das wird eine Adresse sein, die sich Kunstinteressierte bald merken werden.
Das Bauherrenehepaar Roger und Marion Heim sahen das Grundstück und hatten gleich eine Idee, für die sie sofort begeisterte Unterstützer fanden. Sie kauften es im Februar 2017 und schon im Mai gab es den ersten Spatenstich.

Die beiden Hamburger, die aber eher gefühlsmäßig St. Peteraner sind und auch seit 2010 hier wohnen, wollten etwas schaffen, was viele Aspekte unter einem Dach zusammenfasst.
So entstand „Heimart“, ein Zusammenzug aus Heimat und Art. „Es hat aber tatsächlich nichts mit unserem Namen zu tun“, sagt Roger Heim lachend, der schon seine Schulzeit hier verbrachte und sich seitdem mit dem Ort verbunden fühlt.

Im oberen Teil des Hauses sind auf der einen Seite Büroräume entstanden, die gewerblich vermietet sind, daneben gibt es eine großzügig geschnittene Ferienwohnung, die überaus reichlich Platz für den entspannten Familienurlaub bietet und ab Mai buchbar ist.
Auch hier wird Kunst erlebbar sein, so Roger Heim (Foto), Themenzimmer und wechselnde Bildmotive sollen zum einen den Stil der Wohnung immer wieder verändern, zum anderen aber auch Kunst erlebbar machen. „Wir möchten auch anderen Vermietern die Idee nahebringen, sich immer wieder neu zu erfinden.“ So könnten Bilder zum Beispiel im Leasingverfahren getauscht werden und so immer wieder neue Akzente setzen. Ideen gibt es viele, ist der Bauherr überzeugt.

Den Anspruch erlebbarer Kunst gibt es erst recht im Erdgeschoss. Hier werden künftig auf insgesamt 180 Quadratmetern die Galerie Tobien, neben dem Hauptsitz in Husum, und die Kunstsammlung St. Peter-Ording ein Zuhause finden und sich ganz bewusst gegenseitig befruchten.

Die Kunstsammlung hat so Platz bekommen, um Exponate saisonal zu wechselnden Themen mit St. Peter-Bezug einem breiten Publikum vorzustellen und ihnen den Raum zu geben, der ihnen gebührt. Die Bildersammlung, die es seit 1984 gibt, wird von Eckhard Kloth und Hans-Jürgen Krähe betreut. Besucher können die Ausstellung kostenfrei dienstags bis sonnabends von 11 bis 19 Uhr besichtigen.

Die Galerie Tobien zeigt und verkauft Arbeiten verschiedenster Richtungen.Zur Eröffnung präsentiert die Kunstsammlung „Künstler aus St. Peter-Ording“ und die Galerie Tobien stellt Werke von Mario Reinstadler aus.

Die Liebe zum Detail und zum Ort geht bei Roger Heim aber noch weiter. „Ich liebe es ja, Deko-Ideen zu entwickeln und Besonderes zu gestalten.“ Das beginnt schon mit dem Baumaterial des Hauses. Es sind Ziegel aus dem Jahr 1886. Und die Holzbalken, die den vorderen Sichtbereich zieren, haben ebenfalls schon gute 100 Jahre „Erfahrung“ hinter sich und wurden von ihm mit vielen antiquarischen Haushaltsgegenständen und passenden Pflanzen in Szene gesetzt. Der dänische Oldtimer-Traktor erweist sich schon jetzt, sehr zur Freude des Bauherrn, großer Beliebtheit bei den Passanten.

So ist durch Altes und Neues ein Haus mit sehr viel Charme entstanden, das selbst schon jetzt eine Geschichte erzählen könnte, aber modern ist und nicht verstaubt. Genauso möchten Roger und Marion Heim auch die Kunst sehen. „Kunst gehört zum Leben“, sagt er abschließend. Text/Fotos: Petra Blume

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Eider-Kurier (Redaktion)

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