Bereits zum dritten Mal erhält die Jugendherberge Tönning jetzt das NUN-Zertifikat „norddeutsch und nachhaltig“. Damit zeichnet das Land Schleswig-Holstein die Herberge als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit aus. Sozialminister Dr. Heiner Garg überreicht das Zertifikat am 27. Juni 2018 in Glücksburg persönlich.

Hintergrund der Auszeichnung ist die norddeutsche Partnerschaft „NUN“: Darin haben sich die Länder Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen, um jährlich Akteure im Feld der außerschulischen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu ehren. Somit gilt das „NUN“-Zertifikat als Gütesiegel für qualitativ hochwertige Bildungsarbeit. Im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms setzt „NUN“ die bis 2014 laufende UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung fort.

Erstmalig hatte das Konsortium die Jugendherberge Tönning 2008 ausgezeichnet. Jetzt nimmt das Haus am Wattenmeer das Zertifikat zum dritten Mal entgegen. Doch schon seit über 25 Jahren beweist die Jugendherberge Tönning ihre Expertise im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit: Seit 1992 erfüllt sie das Profil einer Umwelt|Jugendherberge. Das Profil haben Häuser im Deutschen Jugendherbergswerk, in denen ökologisches Lernen speziell gefördert wird. So gehörte sie schon damals zu den Vorreitern – als zweite Umwelt|Jugendherberge überhaupt in Deutschland.

Außerdem ist die Jugendherberge Tönning seit zehn Jahren offizieller Partner des Nationalparks Wattenmeer. Und auch klimafreundliches Schlafen ist hier möglich: Der CO2-Ausstoß ist mit 13,22 CO2 pro Übernachtung erfreulich klein. Das Thema Umweltschutz hat in der Jugendherberge folglich einen sehr hohen Stellenwert

„Wir möchten vor allem mit unseren Klassenfahrt-Programmen junge Menschen für Umwelt und Natur sensibilisieren“, sagt Herbergsleiter Jan-Philip Fiege. „Nur wenn wir die Zusammenhänge verstehen und unser eigenes Handeln hinterfragen, können wir gemeinsam eine lebenswerte Welt gestalten.“

Zu den Programmen, die Schülerinnen und Schüler in der Jugendherberge Tönning erleben können, gehört die Klassenfahrt „Die Reise zum Meeresgrund“. Innerhalb von drei Tagen erforschen die Erst- bis Viertklässler das Wattenmeer mit allen Sinnen – begleitet von der Umweltpädagogin der Jugendherberge. Eigene Muschelfunde können die Kinder im Wasserlabor der Jugendherberge genau unter die Lupe nehmen. Gleich darauf setzen die Nachwuchsforscher ihr neues Wissen ein und entwickeln gemeinsam Aktionen zum Schutz des Meeres, die sie zu Hause weiter verfolgen können. So wird ein wichtiger Grundstein für eine nachhaltige Zukunft gelegt.

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Eider-Kurier (Redaktion)

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