Am Sonnabend, 18. August, rückt die kleine Gemeinde wieder in den Fokus der musikbegeisterten Fans. Zum zehnten Mal lockt das Musikfestival ab 14 Uhr mit seinen zwei Bühnen und einem großen Rahmenprogramm für die ganze Familie wieder Besucher auf die Festwiese.
Bis dahin hat das Team um Michael Nymand jedoch alle Hände voll zu tun. Neben Teamchef hilft Kati Nymand als Bandbetreuerin, Tini Mölck zeigt sich verantwortlich für Tombola und Kuchenbüffet, Benny Bohn hilft begeistert beim Auf- und Abbau mit, Jürgen Meves ist für die Versorgung und als Mann für alle Fälle zuständig und „Versorgungsmuddi“ Heidi Meves hält alle Fäden zusammen, damit alle Mitwirkenden weder hungern noch verdursten müssen. Sie stehen stellvertretend für die vielen anderen Helfer, die zum Gelingen des OpenEi beitragen. „Wir machen das alles mit sehr viel Herz und Seele. Es ist ein supergutes Team“, so Nymand.

Doch zum Fototermin gab es noch Verstärkung. So kam Bürgermeister Jan Sievers gerne mit, denn „das OpenEi ist ein Aushängeschild für die komplette Gemeinde und wir freuen uns auf viele Gäste. Wir stehen hundertprozentig hinter dem Festival und unterstützen, wo wir können.“
Weitere Unterstützung gibt es auch durch Kai Müller, der gemeinsam mit seiner Frau in Ahrenviöl das „Weihnachtshaus“ ins Leben gerufen hat und mit Futjes und Glühwein letztes Jahr fast 700 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung als Spende geben konnte.
Müller und Nymand kamen zusammen, sprachen sich ab und gingen eine Kooperation ein. Der „Gute Zweck“ war mit dem „Bunten Kreis Nord“ schnell gefunden. Und das OpenEi hat das Ziel, den Betrag des Weihnachtshauses auf jeden Fall zu verdoppeln. „Grundsätzlich möchten wir dort helfen, wo das ganze Geld ankommt, wo es gebraucht wird und das ist hier auf jeden Fall gegeben“, so Nymand.
Der „Bunte Kreis Nord“ kümmert sich um die Nachsorge für chronisch kranke und schwerstkranke Kinder nach dem Aufenthalt im Westküstenklinikum Heide. Im Mittelpunkt steht dabei das Ziel, die Eltern bei dem oft schwierigen Übergang zwischen stationärer und ambulanter Versorgung zu unterstützen.
Das OpenEi ist seit Anbeginn immer eine Benefizveranstaltung gewesen und alle Arbeit der Organisatorin findet ehrenamtlich statt. Das goutierten von Jahr zu Jahr mehr Besucher, einzig im letzten Jahr gab es aufgrund des schlechten Wetters eine geringere Beteiligung. Aber für dieses Jahr sind alle sehr zuversichtlich.
Doch was erwartet die Gäste im Einzelnen? Neben dem Bühnenprogramm gibt es Hüpfburgen und Ponyreiten für die Kleinen, ein Kinderkarussell, ein Pfadfinderlager mit der „Oase der Ruhe“, in eine Fantasy-Welt kann man bei „LARP“-Mittelalter eintauchen. Natürlich darf das Kinderschminken mit gemeinsamem Gruppenfoto nicht fehlen. Wer sich einmal mit dem Baseball-Sport anfreunden möchte, kann „Bälle kloppen wie die Profis“. Für die leiblichen Genüsse stehen Fischspezialitäten, Leckeres vom Grill des Fördervereins der Witzworter Feuerwehr, ein Naschi-Wagen und „MUKU-Eis“ bereit. Informativ geht es bei Interviews auf dem „roten Sofa“ zu. Die Landjugend Evershop unterstützt alles ebenfalls wieder kräftig.
Was auch nicht fehlen darf, ist die große Tombola für den guten Zweck.

Für das Bühnenprogramm sorgen die Bands Vilou, Pace, Küstenschmutz, Jedermann TheraPie, NoorRock und Burning Fuse.

„Vilou“ (Vio & Lou) sind inzwischen zu bekennenden Nordlichtern und „OpenEi-Unterstützern“ geworden. Sie präsentieren ihre eigene Musik mit Elektro-Geige und Gesang und entwickeln daraus ihre Tide-Lounge-Musik. Sie vereinen Gegensätze. Mal groovy, mal funky, mal angeswingt. Mal witzig, mal spritzig, mal zu Tränen rührend. Mit Lou´s facettenreicher Stimme sowie Vio´s virtuosem und einzigartigem Spiel auf seiner elektronischen Geige entführt das Paar das Publikum aus der Tagtäglichkeit in die Welt der musikalischen Fantasie und schaffen das Schöne.

„Küstenschmutz“ wird antreten, damit bekannte Hits bei den Zuhörern die entsprechenden Ohrwürmer verpassen und sie sorgen mit viel Show und bunten Kostümen für Partystimmung.

„Jedermann TheraPie“ (JTP) verspricht, dass rockiger Sound auf melodische Klaviertöne und starke Stimmen trifft. Stoff für die Songtexte bringt das Leben. Mit deutschen Texten und unterschiedlichen Stilen verarbeiten sie ehrlich und kompromisslos, was sie bewegt.

„Burning Fuse“ spielt eigene Songs, ist aber maßgeblich beeinflusst von Ikonen wie AC/DC, ZZ-Top, Rose Tattoo oder Status Quo.

Die Musikrichtung der Gruppe „Pace“ bezeichnen sie selbst als Psychedelic Crossover Rock mit handgemachter Musik, denn die Mitglieder sind stilistisch in vielen Musikrichtungen zuhause. Die Songs lagen irgendwie „in der Luft“ und sie mussten sie uns nur greifen, sagt die Sängerin.

„NoorRock“ sind die Sieger des zweiten Ostsee Resort Festivals und spielen deutsche Rock- und Pop- Eigenkompositionen.

Wer nach so vielen Bands weiter in Feierlaune ist, kann bei der Aftershow-Party mit Marvins Musik Service noch mal abrocken.

Was für ein Benefizkonzert natürlich sehr wichtig ist, sind zum einen die Sponsoren, aber auch jede einzelne Spende für den guten Zweck.
Wie immer gibt es ein Spendenband, das zwar nun sechs Euro kostet, aber auch beim Vorzeigen einen Rabatt auf Getränke gewährt. Die Erhöhung um ein Euro war unabänderlich, da die Kosten insgesamt gestiegen sind, nicht zuletzt wegen erhöhter Sicherheitsauflagen, so Michael Nymand zur Begründung.
Alle Infos zum OpenEi gibt es unter www.OpenEi.de.

Foto: Die OpenEi-Organisatoren mit Kai Müller (li.) und Bürgermeister Jan Sievers (re.) Text/Foto: Petra Blume