Tetenbüll. Für das Haus Peters in Tetenbüll setzt sich Hila Küpper seit vielen Jahren ein. Als Mitarbeiterin engagiert sie dort sich seit 2012. Die Biologin und Illustratorin kümmert sich im historischen Kaufmannsladen um den Verkauf, hilft bei der Umsetzung von Ausstellungen und gibt Zeichenkurse. Nun wird die 54-Jährige neue Geschäftsführerin der Kultureinrichtung im Herzen der Halbinsel Eiderstedt. Gemeinsam mit dem Förderverein und den Mitarbeitern des Haus‘ Peters feilt sie derzeit am Konzept des ehemaligen Kolonialwarenladens, der seit Jahren weit mehr als ein Geheimtipp der Eiderstedter Veranstaltungs- und Kulturszene ist. „Es wird eine Neuausrichtung geben“, verrät Hila Küpper.

 

Führungswechsel beim Haus Peters in Tetenbüll: Hila Küpper ist die neue Geschäftsführerin des kulturellen Zentrums in der Dörpstraat 16. Zuvor war die diplomierte Biologin und Illustratorin zehn Jahre in dem Haus hauptsächlich im ehemaligen Kolonialwarenladen tätig und gab dort Zeichenkurse.

In ihrer neuen Funktion erwarten sie vielfältige Aufgaben. Dazu gehört der Einkauf von Waren für den Kaufmannsladen. „Zum Angebot zählt in Eiderstedt gerösteter Kaffee, Schafsmilch-Seife, hochwertige Schokolade, Honig von der Halbinsel und dänisches Lakritz sowie verschiedene Haushaltsutensilien und Tischgeschirr“, erklärt die Leiterin des insgesamt sechsköpfigen Teams. Ergänzt wird das Angebot durch Kunsthandwerk und Bücher mit heimatlichem Bezug. „Wir achten bei den Bestellungen darauf, Ladenhüter zu vermeiden“, fügt der Vorsitzende des Fördervereins Haus Peters, Wolfgang Jansen, hinzu.

In dem kulturgeschichtlichen Denkmal mit Sammlungen rund um die Landhökerei und Mobiliar, das an das Leben der früheren Bewohner erinnert, haben Kunst und Kultur eine hohe Bedeutung. In dem aktuellen Flyer sind bis Ende September rund ein Dutzend Termine gelistet. Sie erstrecken sich von Lesungen über Workshops und Wildkräuterwanderungen bis zu Ausstellungen. Ein alljährlich wiederkehrendes Highlight ist das Schaf- und Rosenwochenende am 25. und 26. Juni im Bauerngarten des Hauses. Bereits am 11. Juni startet in der Galerie eine dreimonatige Ausstellung von Gemälden der Künstlerin Susanne Wind. Diese Vorhaben zu organisieren und zu begleiten sowie die Öffentlichkeitsarbeit zu pflegen gehören ebenfalls zu den Aufgaben der Nachfolgerin von Dr. Katrin Schäfer. „Dabei wird sie sich auf Unterstützung des Fördervereins verlassen können“, betont Fördervereinsvorsitzender Jansen.

„Gemeinsam mit dem bewährten Team der engagierten Mitarbeiterinnen und in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand wird es eine Neuausrichtung zu mehr Eiderstedter Kunst und Kultur geben“, erklärt die Chefin des Hauses. Das solle mit vielfältigen Angeboten, die einen regionalen Bezug haben, ein lebendiges Zentrum und ein attraktiver Treffpunkt für Einheimische und Gäste sein. Zu diesem Zweck will sie die Zusammenarbeit mit Eiderstedter Vereinen und kulturellen Organisationen durch Vernetzung, Austausch und gemeinsame Projekte intensivieren. Wichtig wird es ihr und dem Vorstandsvorsitzenden dabei sein, ergänzend zu den regulären Sitzungen mit den Mitarbeiterinnen künftig in jedem Quartal ein Treffen abzuhalten. Dabei können alle ihre Eindrücke schildern und Vorschläge unterbreiten.

Rückblickend auf die vergangenen beiden Jahre stellt Hila Küpper fest, dass infolge der coronabedingten Beschränkungen insbesondere weniger Senioren, Tagesausflügler und Bustouristen die Einrichtung besucht haben. Zugenommen habe die Anzahl der jüngeren Besucher, von denen viele mit dem Fahrrad unterwegs waren. Im Haus Peters können Besucher in den Sommermonaten von dienstags bis sonntags in der Zeit von 13 bis 18 Uhr „eine Pause von der Hektik der Welt“ einlegen.

Text: Bernd. D. Klein /Foto: Torsten Beetz