Die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording hatte gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung und dem EDEKA-Markt Karsten Johst zum „Punsch mit Laura“ ins Dünen-Hus in St. Peter-Ording eingeladen. Bei warmen Getränken und Gebäck wurde am runden Tisch über Meeresmüll und Plastikvermeidung diskutiert.

Hinter Laura steckt Laura Wawrzyniak, eine junge Master-Studentin von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung  Eberswalde, die sich während ihres Praktikums bei der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording Themen wie Vermeidung von Meeresmüll und Plastikvermeidung annimmt. Durch den starken Nachhaltigkeitsbezug ihres Studiums „Nachhaltiges Tourismusmanagement“ ist es ihr eine Herzensangelegenheit, mit den Akteuren vor Ort Perspektiven zu erarbeiten, zukünftig noch nachhaltiger und vor allem möglichst plastikfrei zu agieren.

Nach einer Begrüßung seitens der Gastgeber und fachlichem Input durch Jonas Henrichs von der Nationalparkverwaltung in Tönning zu Plastikmüll im Weltnaturerbe Wattenmeer und dessen Entstehung, wurden an kleinen Tischen Ideen gesammelt, wie sich St. Peter-Ording zu einem plastikfreien Ort entwickeln kann.

Gastgeber, Gastronomen und Unternehmer kamen dabei am Abend in den regen Austausch: Einige gute Ideen und Initiativen sind bereits in der Umsetzung, stellten die Teilnehmer erfreulicherweise fest. Neben bereits bekannten und dennoch wichtigen Ideen wie der Einführung von Mehrweg- und Pfandsystemen, dem Verzicht auf Plastiktüten und der Nutzung und Bereitstellung von Baumwolltaschen wurden auch neue Aspekte angesprochen: Beispielsweise kam der Wunsch nach einer Werkstatt für Einheimische und Gäste als „Recycle-Workshops“ zur Sprache: Warum nicht aus ausrangierten Gardinen einen Obstbeutel nähen oder aus alten Stoffen Taschen herstellen? Auch der Wunsch nach einem Unverpacktladen und einer Milchtankstelle direkt im Ort wurden genannt.

Laura hatte zudem bereits erste Leitfäden entwickelt, spezifisch für den Einzelhandel, für Gastronomen und für Vermieter, die den lokalen Akteuren nützliche Hinweise für den Alltag geben.

Bei allen Ideen und Diskussionen wurde deutlich, dass an mancher Stelle eindeutig Expertenwissen erforderlich ist: Wie darf der Fleischer an der Theke seine Ware denn nun an den Kunden abgeben, wenn dieser seine eigenen Behältnisse mitbringt? Sprich wie können Einzelhändler beim Verkauf von Lebensmitteln zukünftig auch rechtlich sauber agieren und unnötige Verpackungen vermeiden? Welche Materialien lassen die Kekse frisch bleiben, ohne Plastik und ohne aufwendige und teure Blechdosen zu nutzen? Welches alternative Material für den „to Go-Becher“ gibt es auf dem Markt, welches tatsächlich gesundheitlich unbedenklich ist und kein Melamin und/oder Formaldehyd absondert.

Interessierte sind eingeladen sich am Folgetermin am 12. Dezember ab 19 Uhr im Seminarhaus St. Peter-Ording zu beteiligen. Dort wird es auf Initiative von Nationalpark-Partnerin Andrea Gummert-Weist und dem Verein Küste gegen Plastik weitere Informationen und die Möglichkeit zum Austausch geben.

Quelle/Foto: TZE SPO

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