Schulverband Eiderstedt organisiert Schülerbeförderung neu

St. Peter-Ording – Ab dem 14. November 2016 können mehr Schülerinnen und Schüler die Eiderstedter Schulen direkt erreichen. Dafür wird der Plan der Schülerbeförderung komplett verändert. Zudem fahren die Busse wesentlich häufiger. Damit wird die Attraktivität aller Schulstandorte auf Eiderstedt gesteigert.

„Kern der Umstellung ist der Wechsel vom derzeitigen Ringsystem auf einen zentralen Knotenpunkt“, sagt Rainer Balsmeier, Vorsitzender des Schulverbandes Eiderstedt. „Garding wird zur zentralen Anlaufstelle für die Busse, die eng aufeinander abgestimmt die Schüler aus ganz Eiderstedt zu allen Schulstandorten befördern.“ Dabei ist es das oberste Ziel, die Qualität der Beförderung zu verbessern. „Zudem wird auch gerade in den Stoßzeiten die Bahn entlastet“, so Balsmeier.

Statt bislang einmal morgens und zweimal nach Schulende am Nachmittag werden jetzt sowohl zur ersten wie zur zweiten Stunde sowie nach der Schule zusätzliche Beförderungsmöglichkeiten geschaffen. Dazu wird die Zahl der Fahrten nach Schulende in einigen Bereichen verdoppelt, so dass auch nach der 5. und nach der 9. Stunde Schüler mit den Bussen nach Hause kommen. „Manche Orte auf Eiderstedt, die bislang gar nicht angebunden waren, können zudem jetzt mit den Schulbussen erreicht werden“, so Balsmeier. Dazu gehören etwa Tetenbüll, Oldenswort und Witzwort. Dadurch bietet der Schulverband erstmals auch für Schüler aus Sankt Peter-Ording und Tönning, die die Schule in Tetenbüll besuchen, eine Busverbindung an. Insgesamt verringern sich die Fahrzeiten für die Mehrheit der Schüler/innen deutlich, ebenso die Wartezeiten in den Schulen.

 

„Wir investieren hier viel in die Entwicklung unserer Schulstandorte“, sagt Balsmeier. Bislang kostete die Beförderung rund 250.000 Euro je Jahr. „Mit dem neuen Angebot verdoppeln sich die Fahrten beinahe und damit natürlich auch die Kosten.“ Bislang wurde die Schülerbeförderung zu zwei Dritteln vom Kreis unterstützt. Da der Kreis jedoch nur die Standardbeförderung bezuschusst, nimmt der Schulverband die zusätzlichen Kosten ganz auf seine Kappe. „Der Beschluss dazu war einstimmig, daran ist abzulesen, wie wichtig dieses Thema auf Eiderstedt genommen wird“, sagt Balsmeier.

 

Der neue Fahrplan gilt ab dem 14. November 2016. Bis zum 13. November 2016 fahren die Busse nach den bisherigen Fahrplänen. „Die betroffenen Eltern und Schüler haben die Informationen bereits erhalten“, sagt Marion Bernhardi vom Schulverband. „Es kann sein, dass sich in den Fahrplänen bis zum 14. November noch die eine oder andere Abfahrtzeit aus organisatorischen Gründen minimal ändert.“ Eltern und Schüler sollten sich deshalb in der Woche vor der Einführung (ab dem 07.11.2016) auf der Webseite des Amtes über die aktuellen Fahrzeiten informieren.

 

Für die Beförderung nach der 9. Stunde (15.40 Uhr) von der Nordseeschule werden Busse im freigestellten Schülerverkehr eingesetzt. Daher gibt es für diese Busse keine offiziellen Fahrpläne. Informationen über die Linienführung für diese Busse erhalten alle Betroffenen nach den Herbstferien in der Schule. „Es ist in jedem Fall sichergestellt, dass alle Schüler der Nordseeschule, die mit dem Bus fahren, nach der 9. Stunde nach Hause kommen“, so Bernhardi.

 

Die Schülerbeförderung zu den Schulen außerhalb des Schulverbandes ist von diesen Veränderungen nicht betroffen. Diese Linien bleiben weiterhin in gewohnter Weise bestehen.

 

Unter diesem Link  finden Sie die neuen Linien als PDF-Dokument.

3 Responses

  1. Stephan Magnus Jensen

    Viel effizienter wäre es , hätte man sich schon vor Jahrzehnten dazu entschieden Garding als zentralen Schulstandort auszubauen, statt die Kinder und Jugendlichen stundenlang quer durch Eiderstedt zu schicken. Es wären für alle Schüler Eiderstedts maximal nur 15 km nach Garding. Aber das wäre wohl zu viel erwartet logische und vorausschauende Entscheidungen zum Wohle der Schüler zu verlangen.

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    • Schüler

      Vor allem günstiger. Und die Mehrheit profitiert auch davon, ich hingegen muss nun anstatt 15 Minuten zur Schule 45 Minuten im Bus sitzen. Aber solange die Mehrheit dabei gewinnt und sogar Orte, die sonst nicht erreicht wurden angeschlossen werden, kann ich damit leben.

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    • Martina Wiebens

      Du hast,wie so oft den Nagel auf den Kopf getroffen, mein Lieber!
      Diese Gurkerei wäre unnötig gewesen!

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