Koldenbüttel darf sich über die Unterstützung der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland freuen.

Zuvor hatte es mit eine Förderung über die Gemeinschaftsaufgabe Agar- und Küstenschutz (GAK) nicht geklappt. Eiderstedts Amtsdirektor Herbert Lorenzen berichtete bei der Sitzung in den Räumlichkeiten der Horizonte Husum über den erfolgreichen Start des Rufbus-Projektes. Der lange Atem hat sich ausgezahlt: Für den Umbau der Alten Schule zum Gemeindezentrum soll Koldenbüttel 100.000 Euro von der Aktiv-Region erhalten. Bei Kosten von über564.000 Euro ist das zwar weniger als über den GAK-Topf möglich gewesen wäre, auch kommen noch die Kosten für eine neue Fahrzeughalle der Feuerwehr hinzu.

Dafür kann mit einer schnelleren Bewilligung gerechnet werden. Bürgermeister Detlev Honnens und der Bauausschuss-Vorsitzende Ludger Schmiegelt zeigten sich zuversichtlich, das Großprojekt trotz der hohen Investitionssumme stemmen zu können. Von dessen Bedeutung sind beide überzeugt. „Es soll ein zentraler Dorfmittelpunkt und Bildungsort für Koldenbüttel und Umgebung entstehen“, erklärte Schmiegelt.

Für die Nutzung des „offenen Gemeindezentrums für die Region“ seien bereits zahlreiche aktive Partnerschaften vereinbart worden, unter anderem mit der VHS Friedrichstadt und der Schule an der Treene. Mit einer Bewilligung durch das Landesamt wird bis Herbst gerechnet, sodass die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen könnten. Bereits gestartet ist das Pilotprojekt Rufbus Eiderstedt, in dessen Rahmen ein flexibles Nahverkehrs-Modell für den Kreis erprobt werden soll. Sogar der Landrat habe den Rufbus getestet, berichtete Eiderstedts Amtsdirekter Herbert Lorenzen.

Um das neue Angebot zu bewerben, hat Kreistagsmitglied und Initiator Uwe Schwalm die Veranstaltung „Kaffee, Kuchen, ein Schnaps und Gesang“ ins Leben gerufen, die einmal monatlich in Tetenbüll stattfinden soll. Nach dem Auftakt am 10. Juni soll dort auch künftig in Gemeinschaft gesungen und geklönt werden – wer möchte oder nicht mehr fahrtüchtig ist, kann den Rufbus nutzen. Lorenzen berichtete weiter, dass bereits mehr als 300 Eiderstedter diesen genutzt haben und zeigte sich erfreut, dass der Start so gut gelungen sei: „Das ist ein toller Start für die einjährige Testphase und wir sind gespannt, wie sich das Angebot im Kooperationsraum Eiderstedt etabliert“, so Lorenzen.

Positive Nachrichten zu einem weiteren Vorhaben konnte Regionalmanager Joschka Weidemann von der Eider-Treene-Sorge GmbH berichten. „Fischerei.Vernetzt.Westküste“ ist ein Kooperationsprojekt der AktivRegionen Dithmarschen, Nordfriesland Nord und Südliches Nordfriesland, dessen Ziel es ist, Fischereiprodukte aus der Region besser zu vermarkten. Die Gesellschaft für Marine Aquakultur möchte mit Unterstützung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und dem Verein Sustainable Food die Präsenz der Westküste mit ihrer Geschichte und Tradition der Fischwirtschaft stärker in die Öffentlichkeit bringen und die Westküste als kulinarische Adresse bekannter machen.

Das insbesondere auf Touristen abzielende Projekt kostet insgesamt 59.500 Euro, wovon die Aktiv-Region Südliches Nordfriesland 17.000 Euro übernimmt. Die Gemeinden Husum und Nordstrand leisten jeweils eine Co-Finanzierung von 1.500 Euro.

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Eider-Kurier (Redaktion)

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