Husum. Husum ist schon lange Filmstadt, genau genommen seit 1986. Seitdem finden die „Husumer Filmtage“ im Kino-Center auf der Neustadt statt. Namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler, Regisseure und Produzenten geben sich alljährlich die Ehre, um die Veranstaltung zu eröffnen. Welche Persönlichkeiten das
bisher waren, lässt sich neuerdings entlang des gepflasterten Bürgersteigs auf der Neustadt erkunden. Noch sind zwar nicht alle kleinen Platten mit den Namen einbetoniert, aber das wird schrittweise nachgeholt, wie Hans-Peter Schweger, Mitglied des Filmtage-Kuratoriums, den Gästen während der Einweihung der sogenannten Filmlinie sagte.

Hardy Krüger, Justus von Dohnanyi, Ricky Müller, Werner Hinz, Vadim Glowna und viele mehr sind beim Blick auf den Boden schon verewigt, ein weiterer kam während der Einweihung dazu: Martin Tiefensee. Der Husumer Filmemacher war anwesend und legte seine Platte sogleich in die dafür vorgesehene Stelle des Bürgersteigs vor dem Kino-Center. Das Kino wird seit 1977 von Familie Hartung betrieben und dieser liegt die Filmkultur in Husum besonders am Herzen. „Die Erinnerung daran ist sehr emotional“, so Hans-Lorenz Hartung.

Ein Unterstützer zur Errichtung eines nordfriesischen Walk of Fame – der Filmlinie – war Bürgervorsteher Peter Empen. „Das steckte uns an, nachdem die Idee dazu während der Filmtage geboren wurde“, schaute Hans-Peter Schweger auf die Entstehungsgeschichte zurück. Die Ede-Sörensen-Stiftung, die sich um Kunst und Kultur in Husums öffentlichem Raum kümmert, wurde zum Projektträger und warb Sponsorengelder ein, unter
anderem von der Nord-Ostsee-Sparkasse und den Stadtwerken Husum. Die Stadt unterstützt das Projekt mit dem Einsatz des Kommunalen Service-Betriebs Husum (KSH), der für das das Einbetonieren der trittfesten Platten zuständig ist. „Für mich ist es eine besondere Ehre, die Einweihung vorzunehmen. Die Filmlinie
würdigt das Schaffen der Filmleute“, sagte Bürgermeister Uwe Schmitz und auch, dass Husum eng mit dem Kino-Center verbunden ist. Die Filmlinie wird zukünftig auch Teil der Stadtführertour sein. Stiftungsvorsitzender Michael Feddersen bedankte sich bei allen Beteiligten und freute sich gemeinsam mit den Gästen über den nun sichtbaren Querschnitt durch die deutsche Filmgeschichte auf der Neustadt.

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Eider-Kurier (Redaktion)

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