Wie das Friedrich-Löffler-Institut am 3. Dezember 2016 feststellte, ist eine
Nonnengans, die am 1. Dezember in Aventoft tot aufgefunden worden war, an
der Geflügelpest verendet. „Es ist das hochpathogene H5N8-Virus“, gab
Kreisveterinär Dr. Dieter Schulze bekannt. Damit ist die Geflügelpest nun
auch in Nordfriesland angekommen.

Um ein Überspringen der Geflügelpest auf Nutztierbestände zu verhindern, hat
das Veterinäramt des Kreises Restriktionsgebiete eingerichtet. Sie ziehen
sich in einem Zehn-Kilometer-Radius um die Fundstelle herum: Die inneren
drei Kilometer gelten als Sperrbezirk, die äußeren sieben Kilometer als
Beobachtungsgebiet.

Eine entsprechende amtliche Bekanntmachung samt Landkarten wurde unter
www.nordfriesland.de/amtsblatt veröffentlicht (Amtsblatt Nr. 31). Die
zuständige Behörde in Kopenhagen wurde unterrichtet.

An den Hauptzufahrtswegen zum Beobachtungsgebiet werden Schilder mit der
Aufschrift „Wildvogelgeflügelpest-Beobachtungsgebiet“ angebracht.

In diesen Gebieten gelten folgende Beschränkungen für Geflügelhaltungen:
Geflügel muss aufgestallt bleiben und darf vorübergehend nicht verbracht
werden (Sperrbezirk: 21 Tage; Beobachtungsgebiet: 15 Tage). Die Bestände im
Sperrbezirk müssen regelmäßig untersucht werden.

„Zudem gelten strenge Biosicherheitsmaßnamen in Bezug auf die Hygiene im
Stall und außerhalb. Auch wenn es umständlich ist: Die bekannten Regeln für
Reinigung und Desinfektion müssen jetzt peinlich genau befolgt werden“,
mahnt Dr. Schulze.

Von den Einschränkungen sind auch alle Hunde- und Katzenbesitzer betroffen:
Sie dürfen ihre Tiere in den betroffenen Gebieten nicht mehr frei laufen
lassen.

Geflügelhalter, die ihre Bestände bisher noch nicht beim Veterinäramt
angemeldet haben, sollten dies sofort nachholen – selbst, wenn sie nur ein
einziges Tier besitzen sollten.

Für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern hat das Land ein Bürgertelefon
eingerichtet. Es ist werktags von 9 bis 17 Uhr unter 0431/160 6666
erreichbar. Eine Hotline des nordfriesischen Veterinäramtes ist unter 04841
67-826 erreichbar.

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Tönning
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Eider-Kurier (Redaktion)

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