Heute sind die ersten Stahlrohrkonstruktionen am Ordinger Strand, sechs Meter tief in den Boden einvibriert worden. Auf den Gründungselementen wird in den kommenden Monaten ein neues, großes Mehrzweckgebäude auf Holzpfählen entstehen.

Die jetzige Strandaufsicht sowie die WC-Anlagen am Ordinger Strand als auch in Ording Nord sind 25 bis 30 Jahre alt und deutlich in die Jahre gekommen. Sie werden zeitgemäß und zukunftsorientiert neu gebaut und ersetzen zukünftig die bestehenden Pfahlbauten am Ordinger Strand. Die alten Gebäude werden nach Fertigstellung der neuen Pfahlbauten abgebaut. „Für mobilitätseingeschränkte Menschen wird ein Container mit barrierefreien Toiletten unterhalb des Mehrzweckgebäudes auf einem Podest gebaut”, erklärt Nils Koch, Technischer Leiter der Tourismus-Zentrale SPO. “Dort kann mit den Strandrollstühlen der Tourismus-Zentrale alles gut erreicht werden.“

Da die Sandbank in Ording kontinuierlichen Veränderungen unterliegt und laut dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) die Wasserkante an diesem Strandabschnitt circa sechs bis acht Meter pro Jahr näher kommt, hat sich die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording dazu entschlossen, ein neues Mehrzweckgebäude Nahe des Strandkorbrevieres weiter landeinwärts zu bauen. Auch in Ording Nord wird im Anschluss ein neuer Pfahlbau errichtet, der Service- und Sanitäranlagen beinhalten wird.

Stahlkonstruktionen am Ordinger Strand

Die ersten Stahlrohrkonstruktionen werden am Ordinger Strand, sechs Meter tief in den Boden einvibriert.

Die Bauarbeiten für den neuen Pfahlbau werden circa 5 bis 6 Monate dauern. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 2,6 Millionen Euro (1,65 Millionen Euro Mehrzweckgebäude Ording, 950.000 Euro Ording Nord). Ein Großteil der Kosten ist förderfähig, wofür das Land Schleswig-Holstein eine Förderung von 70 Prozent in Aussicht gestellt hat.

Die Pfahlbauten von St. Peter-Ording sind nicht nur Wahrzeichen, sondern erfüllen wichtige Versorgungsfunktionen für den Tourismus am Strand. Durch die häufige Überflutung der Sandbank, insbesondere in der Vor- und Nachsaison, sind Gebäude nur als Pfahlbau dazu geeignet. Oberste Priorität hat die Sicherheit am Strand, die durch die Strandaufsicht und Wasserrettung gegeben sein muss. Darüberhinaus sind die Wege vom Ortszentrum, vom Deich oder von der Promenade bis zur Wasserkante oft zu weit, um auf die Schnelle ein Getränk zu beschaffen oder ein WC aufzusuchen.

Außerdem steht in Planung das Pfahlbaurestaurant „Strandbar 54° Grad Nord“ und das „Wassersportzentrum XH2O“ in den nächsten vier Jahren weiter Richtung Dünenkante umzusetzen bzw. neu zu errichten.
“Die Wasserkante kommt zur Zeit nur am Ordinger Strand stetig näher”, betont Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff. “Deshalb hat die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording mit Blick in die Zukunft vorausschauend gehandelt.“
Quelle: TZ SPO

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Eider-Kurier (Redaktion)

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