Tönning. Der Zufall spielte eine entscheidende Rolle. Renate Jungclaus (li.), Inhaberin von „EMMA – Skandinavische Wohnaccessoires“, Neustadt 50, kam ins Gespräch mit Petra Großmann aus Lehe, ihres Zeichens auch zweite Vorsitzende des Vereins „Pour Vivre“ und schnell war die Idee geboren, selbstgenähte Herzen für den guten Zweck zu verkaufen. Petra Großmann nähte, bis die Nadel glühte, Dann wurden sie bei „EMMA“ in ein Körbchen gelegt und verkauft. Schnell waren sie vergriffen und 90 Euro, die von Renate und Rolf Jungclaus auf 200 Euro aufgestockt wurden, konnten nun übergeben werden. „Vielleicht mögen nach unseren Begriffen 200 Euro gar nicht so viel sein, aber in Togo ist das fast ein Vermögen“, so Petra Großmann. Dort liegt ein Jahresverdienst nämlich bei rund 270 Euro. Der Verein kümmert sich im französischsprachigen Togo, an der Westküste Afrikas gelegen, darum, zum Notwendigsten beizusteuern. Das Land bekommt keinerlei Entwicklungshilfe und nur Frankreich engagiert sich noch um eine Zusammenarbeit bei Projekten. So kümmert sich der Verein direkt und persönlich um die Verbesserung der medizinischen und der Trinkwasser-Versorgung, um Kleidung, Spielsachen für die Kinder und um Verbesserung der Infrastruktur und Beseitigung sozialer Missstände.

„Die medizinische Versorgung ist katastrophal und für uns nicht vorstellbar“, so Petra Großmann. Gerade konnte jedoch mit Hilfe des Vereins ein Geburtshaus eingerichtet werden, in der eine Ärztin, Hebammen und Krankenschwestern arbeiten können. „Ein Labor fehlt noch, aber das Geld können wir gut für Medikamente nutzen. Mit einer Fläche von 220 Quadratmetern ist das Haus für Togo-Standard riesig und in seiner Ausstattung einmalig. Jede Spende kommt zu einhundert Prozent für unsere Projekte an. Wir zahlen Flüge dorthin und die Unterbringung aus eigener Tasche.“

Nach all diesen Ausführungen war für das Ehepaar Jungclaus klar, dass es eine weitere Herz-Aktion mit Verkauf ab November geben wird und Petra Großmann freut sich darauf. Wer den Verein gerne aktiv unterstützen möchte, darf sich bei ihr auch per Mail pepe3854@gmx.de melden. Im Internet unter www.pour-vivre.de und auf Facebook sind die Helfer ebenfalls zu finden.
Text/Foto: Petra Blume