Um das Gesamtkunstwerk des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer sichtbar zu machen, sind die Fotografen Dr. Martin Stock und Pieter de Vries unzählige Male über das gesamte Wattenmeer geflogen. Eine Wanderausstellung mit dabei entstandenen Fotos ist noch bis zum 28. April 2017 zu den üblichen Öffnungszeiten im Husumer Kreishaus zu sehen (Mo.-Fr. 8.30 bis 16 Uhr, Fr. bis 12 Uhr).

 

»In einem Flugzeug ein paar hundert Meter aufzusteigen, führt zu einem beeindruckenden Wechsel der Perspektive. Plötzlich weitet sich der Blick, und man gewinnt im wahrsten Sinne des Wortes ein ganz anderes Bild von seiner Heimat. Beim Blick von oben wird deutlich, dass das Wattenmeer mit seinen komplexen Strukturen und seiner trotzdem schlichten Schönheit ein ganz faszinierender Teil der Schöpfung ist«, sagte der stellvertretende Landrat des Kreises Nordfriesland, Jörg Friedrich von Sobbe, in einer kurzen Rede zur Eröffnung der Ausstellung.

 

Die Reise der beiden Fotografen führte von der weitläufigen Wattlandschaft des »Höllentors« nahe Den Helder im äußersten Westen der Niederlande über die Watten, Inseln und Halligen der deutschen Küste bis hin zum »Teufelshorn«, dem gefährlichen Riff am nördlichen Ende des Wattenmeeres in Dänemark.

 

Ihre Bilder muten mal geheimnisvoll und fremdartig, mal wie abstrakte Gemälde an. Inseln und Halligen, Wattflächen und Küstenlinien, Priele und Rinnen werden zu abstrakten Strukturen und faszinierenden Formen. Durch die fast surreal wirkende Schönheit des Wattenmeeres entsteht ein beeindruckendes Porträt einer liebens- und schützenswerten Naturlandschaft.

 

»Die Bilder der Ausstellung können in ihrer Intensität den Gedanken Flügel bereiten, sie weiten Auge und Seele. Ein größeres Kompliment kann man einer Landschaft kaum machen« – so beschreibt die Zeitschrift MARE den Bildband WATTENMEER.

 

Für die Wanderausstellung haben Stock und de Vries eine Auswahl aus diesem Buch zusammengestellt: 24 großformatige Wandbilder portraitieren die einzelnen Küstenstriche mit ihren Besonderheiten und Eigenarten. Alle Bilder sind mit einer kurzen deutschen und englischen Legende versehen. Eine zusätzliche Texttafel, ebenfalls zweisprachig, beschreibt kurz und prägnant das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer.

 

Die Ausstellung wurde erstmalig im Januar 2016 im Landeshaus in Kiel gezeigt, ging von dort aus ins Nationalpark-Haus Wilhelmshaven und wurde danach im Hanse-Office in Brüssel gezeigt. Nun wandert die Ausstellung  an weitere Orte in der Wattenmeerregion.

Über den Autor

Tönning
Google+

Eider-Kurier (Redaktion)

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.