Keine Zigaretten wegwerfen, kein offenes Feuer, Müll wieder mitnehmen!

Nach wochenlanger Trockenheit steigt an der Nordsee die Brandgefahr in ausgedörrten Salzwiesen, Dünen und auf den Deichen. Auch im Nationalpark Wattenmeer ist das Gelb-Braun ausgetrockneter Grashalme die vorherrschende Farbe. Viele Priele, in die eigentlich zweimal pro Tag die Flut gelangt, sind jetzt bei Ostwind von Trockenrissen durchzogen. Die Küstenlandschaft ist so verdorrt wie selten zuvor.

Leider sind sich viele Besucher der Folgen nicht bewusst, die ihre Fahrlässigkeit und Unachtsamkeit für die Natur im Wattenmeer haben kann. „Es ist schon sehr ärgerlich und verantwortungslos, wie viele Leute im Nationalpark Wattenmeer ihre Zigarettenkippen einfach liegen lassen“, sagt Rainer Schulz, Stationsleiter der Schutzstation Wattenmeer am Leuchtturm Westerhever. Immer wieder stößt er bei seinem Weg zum Leuchtturm auf solche Funde.

„Im Augenblick können selbst kleine Funken oder Glutreste Flächenbrände auslösen und auch liegengelassene Glasflaschen können schnell zum Brandverursacher werden“, sagt der Biologe. Er appelliert an die Besucher: „Wer Zigaretten in den Nationalpark hineinträgt, kann sie auch wieder mitnehmen.“ Im übrigen sei das Wegwerfen der Kippen eine Ordnungswidrigkeit und bei Ausbruch eines Feuers mache sich der Verursacher einer fahrlässigen Brandstiftung strafbar.

„Auch andere Hinterlassenschaften und offenes Feuer sind nicht erlaubt“, sagt Schulz und weist auf das Motto im Nationalpark Wattenmeer hin: “Hinterlasse nichts als Deine Fußspuren!“

Quelle: Schutzstation Wattenmeer

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Eider-Kurier (Redaktion)

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