St. Peter-Ording.

Sein musikalisches Vorbild ist Cro, ein deutscher Rapper und Sänger, der sein Gesicht stets hinter einer Panda-Maske verbirgt. Dieses Versteckspiel hat Frithjof Siercks (25) aus St. Peter-Ording nicht nötig, und es würde auch nicht zu ihm passen. Der junge Singer-Songwriter zeigt gern sein freundliches, offenes Gesicht. Schließlich ist sein Traum, ein bekannter Musiker und Rapper zu werden, in der Öffentlichkeit zu stehen und mit seiner Musik zu überzeugen.
„Musikbegeistert war ich schon immer“, erzählt er, „mit sieben oder acht Jahren sang ich meiner Familie immer vor, was auch immer der CD-Player gerade an Hits abspielte. Mit zehn oder elf schrieb ich erste Lieder. Aber so richtig ging es vor circa acht Jahren los und seit fünf Jahren investiere ich sehr viel Zeit in die Musik.“ Rap und Hip-Hop ist sein Genre, Musik und seine Texte schreibt er selbst.

 

Garage zu Studio umgebaut

Seinen ersten Auftritt hatte er 2020 in der Pandemie auf einem privaten Festival in Tetenbüll. Dort lernte der Musiker Gleichgesinnte kennen und schätzen. Man blieb in Kontakt, tauschte sich aus und gründete ein Kollektiv, um sich gegenseitig zu unterstützen. Das Kollektiv nannten die Musiker „Coastside Collective“. „Jeder macht zwar auch sein Ding, aber wir proben oft zusammen, sind Freunde geworden und produzieren und veröffentlichen auch gemeinsame Musik und Projekte. Der Musiker wuchs in St. Peter-Ording auf, machte Abitur und studiert zurzeit Sport und Deutsch auf Lehramt in Kiel. Am Wochenende zieht es ihn jedoch meist nach St. Peter-Ording zur Familie. Dort hat er die familieneigene Garage zu einem Studio umgebaut. Dort entstehen seine Songs, entweder am Computer oder am Klavier. „Meistens steht erst die Melodie, dann der Text“, so der junge Musiker, dessen Songs von Dingen, die in seinem Leben passieren und von zwischenmenschlichen Beziehungen handeln und manchmal auch etwas nostalgisch daherkommen können.

Größter Auftritt auf der Kieler Woche

Sein erstes Album heißt „Head in the Clouds“, benannt nach dem titelgebenden Track und Intro des Albums. Eine Zeile des Songs lautet: „In meinem Kopf flieg’ ich tausend Kilometer weit – im steten Wechsel zwischen Zukunft und Vergangenheit“. Vielleicht verschafft ihm dieses Album den musikalischen Durchbruch. Und wenn nicht, dann wird es ein anderes Werk aus der Feder des jungen Musikers sein. Denn sein Drang, Musik zu machen, ist groß, erzählt er. Sein Studium möchte er auf jeden Fall beenden, so „Effess“ (Künstlername von Frithjof), aber dann vielleicht nur noch Musik machen oder eben beides, Schüler unterrichten und die Musik. Der junge Musiker möchte auf jeden Fall mit seiner Musik durchstarten. Dafür arbeitet er zurzeit unter anderem auch an seinen musikalischen Grundlagen. Er erlernt weiterhin das Klavierspielen, bildet sich an der Gitarre fort und nimmt seit zwei Jahren Gesangsunterricht.
Seinen größten Auftritt hatte der junge Künstler bisher auf der diesjährigen Kieler Woche, sein nächster wird am 9. September in der Kieler „Pumpe“ (Kultur- und Kommunikationszentrum in der Kieler Altstadt) sein.